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Die Frisurentrends 2014 bei den Damen reichen von gewelltem Haar, das ganz locker getragen wird, über symmetrische Kurzhaarfrisuren, die an den klassischen ,Pixie-Cut‘ angelehnt sind. Oft sieht man in diesem Jahr auch den sogenannten ,Box Bob‘, der sich durch seine klaren und markanten Konturen abhebt und jeder Frau einen individuellen Stil verleiht.

Pagen- und Bobfrisuren gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Pagenköpfe waren bereits bei den alten Ägyptern (ca. 2700-2100 v. Chr.) modern. Oft wurden sie von Frauen und Männern in Form von Perücken getragen. Zur Zeit der Renaissance war die ‚Kolbe‘ die gängige männliche Haartracht, eine scheitellose Pagenfrisur, die überwiegend von Handwerkern getragen wurde. Auch zur Zeit der Romantik wurden Pagenfrisuren für Männer geschnitten. Hierbei wurde ein Topf über den Kopf gestülpt, der dann die Haarlänge und Form der Pagenfrisur bestimmte. In den 1920er-Jahren wurde der Pagenkopf noch kürzer und wurde nun als „Bubikopf“ bezeichnet. Diese sehr kurze Frisur stand für die Emanzipation der Frau und war zu dieser Zeit revolutionär. In den 1960er-Jahren kreierte Vidal Sassoon den Einlängenbob, der eine gerade, kinnlange Konturenlinie hatte. Mit diesem Haarschnitt hatten Frauen nun zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre Frisur zu Hause nachzustylen. Denn das aufwendige Styling und der wöchentliche Gang zum Friseur waren nun nicht mehr nötig.1

Sassoon

Vidal Sassoon Show

Box-Bob

Stand: Vidal Sassoon

Farblich ist alles erlaubt! Von auffälligen Farbakzenten, wie einem intensiven, metallischen Rot, bis zu einem klassischen, scheinbar natürlichen Farbverlauf, wie z.B. Ombré Hairstyle. Dieser Ombré-Look, bei dem die Ansätze dunkler sind als die Spitzen, kann in einem Strawberry-Blond, aber auch in auffälligeren Farbtönen getragen werden, die über die kompletten Rottöne der Farbkarte reichen.

Pastellblond

Stand: Curve-O

Bob Variation

Stand: Curve-O

Ombré

Stand: John Paul Mitchell

Wellenfrisur

Stand: L’oréal Professionnel, Paris

Beim Styling wird dieses Jahr glatt mit lockig kombiniert: Während der Ansatz glatt ist, sind die Längen wellig bis extrem lockig gestylt. Auch klassische Flechtfrisuren sind wieder beliebt. Die Kurzhaarfrisuren, die auf der Messe vorgestellt wurden, zeigen die Variationsbreite von glatt bis rockig auffällig.

Flechtfrisuren wurden auch schon in der Antike von Römerinnen getragen. Denn diese trugen ihr Haar in aufwendigen Locken-, Wellen- und  Flechtfrisuren im Alltag.2

Sassoon

Vidal Sassoon Show

Flechtfrisur

Messestand: Hair and Beauty

Auch beim Look der Männer ist in diesem Jahr fast alles möglich! Hier reichen die Trends vom lässigen ,Surfer-Look‘, über den Undercut‘ bis hin zu dem klassischen ,Facon‘. Alle Looks werden in diesem Jahr bevorzugt mit einem Bart kombiniert, sei es ein Drei-Tage-Bart oder ein kräftiger Vollbart. Stylingtechnisch ist daher der lässige Look mit bewegter Haarstruktur oder der ,Sleeklook‘ angesagt, der auch oft mit einem Scheitel nach hinten gegelt wird.
Zur Zeit um 1870, der sogenannten Gründerzeit, wurden die Frisuren der Herren mit Pomade geglättet, also optimal mit dem heutigen ,Sleeklook‘ zu vergleichen.3

Männer Style

Stand: KMS, California

Männer Style

Stand: KMS, California

Vgl. Ivonne Albinus u.a.:Das neue Friseurbuch in Lernfeldern, Hamburg: Handwerk und Technik 2010, S.146-147.
2 Ebd., S.149.
3 Ebd.

Beitrag von Elisa Schneider und Sarah Thalmann

Fotos: Elisa Schneider und Sarah Thalmann

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