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Abb. 1: Venus von Willendorf, gefunden 1908

 

Schambehaarung – laut ,wikipedischer‘ Definition „das Haar an und auf den männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen und der angrenzenden Region, die sich mit Beginn der Pubertät als Teil der Körperbehaarung und somit als sekundäres Geschlechtsmerkmal herausbildet.“ Soweit, so unspektakulär.

Und doch schwingt bereits in der deutschen Bezeichnung das „Schämen“ mit, das Verdecken von etwas, das eigentlich nicht gezeigt werden darf.

So unterliegt das, vor allem weibliche, Schamhaar dann wohl auch den häufigsten Trendwechseln in der Geschichte der Menschheit: War bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts das Kopfhaar der Frauen stets lang getragen worden (wenn auch unterschiedlich frisiert), gab es beim Schamhaar bis ins 20. Jhd. nur 2 Möglichkeiten: Ganz oder gar nicht.

Steinzeit

Bereits Höhlenmenschen entfernten störende Körperhaare durch Ausreißen, Zupfen oder dem Abschaben mit geschliffenen Felssteinen oder Feuersteinen.

Das Entfernen der Haare hatte für die prähistorischen Menschen in erster Linie praktischen Nutzen: So wurde es Parasiten erschwert den Menschen zu befallen und wilde Tiere oder Angehörige anderer Stämme konnten sich bei Angriffen nicht an irgendwelchen Haaren festhalten.

Eine frühe Darstellung eines weiblichen nackten Körpers ist die Venus von Willendorf (Abb. 1), eine 11 cm hohe Figur aus Kalkstein. Ihr Entstehungsdatum wird auf ca. 28.000-25.000 v. Chr. datiert, Schamhaare sind jedoch nicht zu erkennen.

Altes Ägypten

Die frühesten Abbildungen menschlicher Intimbehaarung (bzw. dessen Abstinenz) finden sich in Malereien der alten Ägypter: Was man dort sah war – nichts (Abb. 2).

Glatt präsentierte sich die Scham der Dargestellten (meist waren es Angehörige des Hofes des Pharaos) – Haare galten an dieser Stelle als unzivilisiert und wurden durch Abschaben der Haare mit Rasierern aus Bronze entfernt.

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Abb. 2: Glatte ,Ladyparts“ im alten Ägypten

Zudem gab es eine Technik, die heute im mittleren Osten noch weit verbreitet ist und sich auch hierzulande im Zuge des „Brasilian Waxing“-Trends steigender Beliebtheit erfreut: Das „Sugaring“. Hierbei werden die Haare mit einer Paste aus Zucker und Zitronensaft bestrichen, mit einem Baumwolltuch bedeckt und beides mit einem Ruck entfernt.

Im ,Orient‘ galt volles Schamhaar ebenfalls als anstößig, was seinen Ursprung allerdings auch in hygienischen Maßnahmen hatte.

Durch den hohen Zuckergehalt des dort heute „Halwa“ genannten Produkts,  wird das Bakterienwachstum auf der Haut gehemmt, was im dortigen heißen Klima nützlich sein kann.

In libanesischen, palästinensischen, türkischen und ägyptischen Brautzeremonien werden dieser vor der Hochzeitsnacht sämtliche Scham- und Körperhaare zum Zeichen der Reinheit entfernt, dies sollte während der Ehe als Zeichen des Respekts für den Ehemann beibehalten werden. Im Hamam ist die Epilation bis heute gang und gäbe.

Antike

Im antiken Griechenland und Rom war die Einstellung dem Schamhaar gegenüber nicht anders. Betrachtet man die Statuen dieser Zeit sind die Frauen ,untenrum‘ glatt wie der Marmor, aus dem sie gefertigt wurden.

Die Herren hingegen wurden mit stilisierter Schambehaarung, die wie eine Verzierung ihren Intimbereich schmückte, dargestellt.

Auch wenn man von der Beschaffenheit der Statuen (Abb. 3) natürlich nicht automatisch auf die realen Bewohner  schließen kann, lassen Ausgrabungsfundstücke wie die sog. „Volsella“ (lat. Kleine Zange, Pinzette) kaum Zweifel (Abb. 4). Man geht davon aus, dass die Schamhaarentfernung gerade in der antiken Oberschicht ein Statussymbol war, mit welchem man sich von unteren Schichten abgrenzte.

Auch in Rom kamen „Enthaarungscremes“ zum Einsatz, genannt „philotrum“ oder „dropax“ (lat. Pechpflaster) deren Zusammensetzung mit Zutaten wie Fledermausblut aus heutiger Sicht jedoch mehr als fragwürdig war.

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Abb. 3: Venus und Mars, 175 v. Chr. – Venus hat nach der Restaurierung durch Berlusconi 2010 zwar wieder zwei Arme – von Schamhaar jedoch keine Spur

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Abb. 4: „Volsella“

Mittelalter

Über die Intimbehaarung im Mittelalter gibt es kaum Quellen, im frühen Mittelalter kann man allerdings aufgrund der sexual- und körperfeindlichen Einstellung des damaligen Christentums davon ausgehen, dass Frauen und Männer ihr Haare ließen, wo sie waren.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte jedoch die Einstellung zur Sexualität und auf Darstellungen des Hochmittelalters werden zumindest Frauen ohne Intimbehaarung gezeigt.

Ein Relief (Abb. 6) aus der Porta Tosa der Burg Sforzesco in Mailand von 1185zeigt eine Frau beim schneiden ihrer Schambehaarung. Die Gründe hierfür könnten sowohl ästhetischer als auch hygienischer Natur sein.

Mit dem Aufkommen der Badestätten im 12./13. Jahrhundert und einer Art neuen Freizügigkeit (Männer und Frauen badeten anfangs zusammen, bis die Kirche dies verbot).

Wollten die Damen den Herren mit glatter Scham imponieren. Das Badehaus diente auch ähnlich den orientalischen Hamams als Ort für die Depilation.

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Abb. 6: Relief aus der Porta Tosa der Burg Sforzesco in Mailand, 1185

Renaissance

Mit der Rückbesinnung auf die Antike und deren Schönheitsideale war in der Renaissance auch eine haarlose Scham gefragt.

Eine Venus von Botticelli (Abb. 7) mit ,Busch‘ – unvorstellbar!

Die gesamte Sixtinische Kapelle (Abb. 8) – haarlos! – von Papst Hadrian VI. zehn Jahre nach deren Entstehung als „unsittliches Bad von Nackten“ bezeichnet.

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Abb. 7: Botticelli: Die Geburt der Venus, 1485/86

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Abb. 8: Michelangelo: Die Erschaffung Adams, Sixtinische Kapelle, 1508- 1512

Caterina de´Medici, ab 1547 Königin von Frankreich, war als religiöse Fanatikerin nicht nur für den Tod tausender Protestanten in Frankreich zuständig, sondern war auch eine strikte Gegnerin der Intimrasur.

Sie verlangte von ihrem Hofstaat nicht nur gesitteteres Verhalten, wie es zu unterlassen bei Tisch in die Tischdecke zu schneuzen, sondern verbot ihren Kammerdienerinnen auch sich die Schamhaare zu rasieren. Dies wurde nach offiziell auch gehandhabt, jedoch setzte es sich nicht bei jeder Dame der gehobenen Gesellschaft und schon gar nicht in ganz Europa durch.

Klassizismus

Francisco de Goyas von 1795-1800 entstandenen Werke nackte (Abb. 9) und bekleidete  Maja gelten als die erste Darstellung weiblicher Schambehaarung in der westlichen Kunst überhaupt. Die explizite Darstellung dieser intimen Stelle führte Goya 1815 vor die Spanische Inquisition, eine Aberkennung des Titels des ,Spanischen Hofmalers‘ folgte. Viel Lärm um ein paar, aus heutiger Sicht, Haare also.

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Abb. 9: Francisco de Goya, La maja desnuda („Die nackte Schöne“), 1795-1800

Viktorianisches Zeitalter

Im eher als prüde und konservativ geltenden viktorianischen Zeitalter  (1837-1901) galt eine glatte Scham als unschicklich, jedoch wurde auch hier von der herrschenden Klasse im Privaten rasiert und gezupft.

Kurz vor Beginn des viktorianischen Zeitalters schuf Édouard Manet 1863 sein Bildnis Olympia (Abb. 10), das eine nackte junge Dame liegend auf dem Bett zeigt, im Hintergrund eine dunkelhäutige Bedienstete. Das Bild war in dieser ,eher konservativ geprägten Zeit, ein Skandal.

Wurde Goyas Maja vom vermutlichen Auftraggeber, dem spanischen Premierminister Manuel de Godoy, noch im stillen Kämmerlein versteckt und nur engsten Vertrauten gezeigt, wird Manets Olympia einem breiten Publikum präsentiert.

Die Scham steht bei Manets Bildnis, ähnlich der Maja, im optischen Zentrum des Bildes, und auch wenn von ihr nicht allzu viel zu sehen ist, sind Haare nicht unbedingt ersichtlich. Der Name des Bildes Olympia verweist auf eine Prostituierte, die Dienerin bringt vermutlich die Blumen eines Freiers und der Bildbetrachter wird direkt von ihr angesehen. Die haarlose Scham steht auch hier wieder für sexuelle Ausschweifung. Aber auch sexuelles Selbstbewusstsein, wie man den offenen Blick auch deuten könnte.

Damit kommen wir der heutigen Bedeutung der Intimbehaarung einen Schritt näher.

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Abb. 10: Édouard Manet: Olympia, 1863

Nur 3 Jahre nach Manet malte der dem Realismus zugehörige Franzose Gustave Courbet die wohl bekannteste Darstellung einer weibliche Vulva überhaupt: L´origine du monde (Abb. 11). Das Werk war bereits zu Lebzeiten des Malers ein Mythos und bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurde es von seinen Besitzern nur im Verborgenen gezeigt. Das Fehlen des Kopfes der Dargestellten wurde immer wieder als pornografisches Element gedeutet (auch heute noch geht es in pornographischen Bildern oder Filmen eher um die weiblichen Geschlechtsteile denn der Köpfe und Charakter der Darstellerinnen), als ginge es Courbet lediglich darum eine Einladung zum Geschlechtsakt darzustellen.

Ihm selbst war es wohl eher wichtig den Protest gegen künstlerische Konvention und Dogmatismus zu veranschaulichen.

Der Titel, übersetzt „der Ursprung der Welt“ ist mehrdeutig, in erster Linie besagt er jedoch, das sämtliche Kultur und Zivilisation, all das, was der Mensch hervorgebracht hat, aus dem Schoße der Frau entstamme.

Die Darstellung der überbordenden Schambehaarung könnte die Natürlichkeit des Gezeigten unterstreichen, ,so wie Gott sie schuf‘.

Der Weg für die enttabuisierte Darstellung des Intimbereichs in der Kunst wurde durch Courbets Bildnis in jedem Fall maßgeblich geebnet.

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Abb. 11: Gustave Courbet, L´origine du monde, 1866, Musee d´Orsay, Paris

20. Jahrhundert

Mit der Patentierung des Sicherheitsrasierers durch King Camp Gilette 1904 wurde die Rasur und damit auch die Intimrasur für die breite Masse einfach und vor allem eigenhändig durchführbar. Die Mode wurde mit der Zeit immer freizügiger und das Auftreten von ärmellosen Kleidern erforderte das Rasieren der Achselhaare. In einer Ausgabe von Harper´s Bazaar (Abb. 12), 1915 wird eine neue Mode beworben – das Rasieren der Achseln, welches vorher nicht üblich war –  Haarlose Achseln (und damit verbunden eine haarlose Scham?) gelten von nun an als hygienisch und feminin.

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Abb. 12: Harpers Bazaar, May 1915

Mit den kürzeren Röcken der 20er Jahre geht es auch der Beinbehaarung an den Kragen – das dadurch initiierte und nun verbreitete Rasieren der Körperhaare hat alles Anzügliche verloren und wird öffentlich thematisiert.

Spätestens mit der Beliebtheit des Bikinis in den 60er Jahren wurde die nach ihm benannte Bikini-Zone bzw. die Haare die dort wuchsen, zum Ärgernis vieler Frauen.

Neben dem Bikini hatte noch eine weitere Tendenz der 60er Jahre einen großen Einfluss auf die Haarlosigkeit vieler Bikinizonen heutzutage: Die aufkommendene Porno-Industrie.

Im Zuge der Emanzipationsbewegung der 60er Jahre und damit einhergehender sexueller Liberalisierung war das Zeigen des Geschlechtsakts nicht mehr so stark tabuisiert.

Um einen deutlicheren Blick auf das Geschehen haben zu können war die Scham der Darsteller häufig rasiert.

Somit ist die sexuelle Revolution für 2 Dinge verantwortlich: Für Frauen mit unrasierten Achsel- und Beinhaaren (wie den ,Hippies‘ oder sog. ,Emanzen‘) und für totalen Kahlschlag des heutigen Brasilian-Waxings, bei dem sogar die Pofalte von Haaren befreit wird (Abb. 13).

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Abb. 13: Schluss mit „Entweder- Oder“: Das Brazilian Waxing kennt diverse Gestaltungsmöglichkeiten – auch für Männer

Das der Intimbereich von nun an stets mit Mode und Trends verknüpft war, zeigen auch die Bilder Helmut Newtons.

Seine athletischen Frauen tragen stets volles Schamhaar, was sie sehr fraulich und selbstbewusst, zugleich auch sehr dominant erscheinen lässt.

Hier wir nichts wegrasiert, um Männern zu gefallen, statt kindlich wirkender Glattheit ist erwachsene Weiblichkeit angesagt.

Heutzutage ist Schamhaar in der Mode eher selten geworden, jedoch gilt für manche Modebegeisterten sein Comeback als zum Greifen nah:

Ähnlich wie in den Neunzigern niemand etwas auf volle Augenbrauen gab und diese bis zum dauerhaften Verschwinden selbiger herausgerissen wurden, sind voluminöse Augenbrauen mittlerweile aus den Modemagazinen nicht mehr wegzudenken und Re-Growth-Seren ein riesen Geschäft.

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Abb. 14: Helmut Newton: Sie kommen, 1981

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Abb. 15: Vogue Paris, Mai 2010 – läutete diese Ausgabe das Comeback weiblicher Intimbehaarung ein? Heute ist Schambehaarung auf dem besten Wege, wieder salonfähig zu werden, nachdem sie in den 80er Jahren sowohl aus dem Playboy, als auch den Modekatalogen verschwunden war.

Jeff Koons sorgte 1988 zwar nicht unbedingt mehr für einen Skandal, jedoch für Verwunderung in der Kunstwelt.

Der als Saubermann geltende Künstler zeigte sich mit seiner damaligen Verlobten, der ungarisch-italienischen Pornodarstellerin und Politaktivistin Ilona Staller (Künstlername „Cicciolina“) in alles enthüllenden Posen mit der tabulosen Darstellung des Intimbereichs der Protagonisten (Abb. 16/17).

Dabei erscheinen jedoch nur die Bilder wirklich pornographisch, auf denen lediglich die Geschlechtsteile zu sehen sind. Die restlichen Bilder spiegeln eher das kitschig-banale der Kunst Koons wieder.

Der Intimbereich Stallers präsentiert sich vollständig enthaart, wie in den Sehgewohnheiten des Pornos üblich, so dass kein Haar die Sicht auf das Wesentliche verdeckt. Solche Bilder, die nun auch in der Kunst angekommen waren, sollten bis heute die Enthaarungs- und Gestaltungsgewohnheiten des weiblichen Intimbereichs prägen.

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Abb. 16: Jeff Koons: Serie Made in Heaven, 1988

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Abb. 17: Jeff Koons: Serie Made in Heaven, 1988

Wie kam es zu der heute so beliebten kompletten Haarlosigkeit der Frauen, das Waxing-Studios wie Pilze aus dem Boden sprießen ließ und dazu führte, dass Männer in ihren  Zwanzigern möglicherweise noch nie eine behaarte Vulva zu Gesicht bekommen haben?

In den 1970er Jahren kam es im  Zuge einer Gegenbewegung zu den omnipräsenten Achsel- und Schamhaar,bergen‘ der Hippie-Ära zu eine Verehrung des jugendlichen Körpers.

Die Frauen der Frauenrechtsbewegungen der 60er und 70er zeigten als Zeichen des Protests Haar- sie wollten kein Objekt der Begierde sein sondern selbst über ihre Sexualität bestimmen.

Filme wie Larry Flints Barely Legal von 1974, der 18-jährige Mädchen erotisch präsentierte oder die 12-jährigen Schauspielerinnen Jodie Foster, die in Martin Scorceses Taxi Driver eine jugendliche Prostituierte spielte, und Brooke Shields als ebensolche in dem Film Pretty Baby , erhoben die Schönheit und Reinheit der Kindheit und Jugend zum Ideal.

Schambehaarung gehörte nicht dazu.

Das Entfernen der Haare ,down under‘ hat heute 2 gegensätzliche Konnotationen:

Zum einen wollen moderne Frauen den Männern gefallen, die durch die Sehgewohnheiten der Pornografie den Anblick unbehaarter Venushügel gewohnt sind (wobei die Männer aus diesem Grund heutzutage selbst auch häufiger als früher „blank ziehen“).

Andererseits ist besonders die gewaxte oder gelaserte Scham auch Zeichen der Befreiung- dadurch, das man ,Untenrum‘ meist haarlos auftritt ist man stets bereit für das nächste sexuelle Abenteuer.

Carrie, die Protagonistin der Serie Sex and the City – eine Sendung, die einen großen Anteil an der Verbreitung des völligen Epilations-Trends hatte – meinte somit nach überstandenem Waxing: „I feel like walking Sex!“.

Vielleicht könnte man auch argumentieren, das in einer Welt, in der Frauen- und Männerrollen im Beruf wie im privaten angefangen haben zu verwischen, die glatte Scham eine Möglichkeit ist, an der eigenen Weiblichkeit festzuhalten.

Wer weiß, wohin der nächste Trend in Sachen Schambehaarung geht: Schauspielerinnen und Sängerinnen wie Lady Gaga (Abb. 18), Gwyneth Paltrow oder Cameron Diaz bekennen sich zu einem vollen ,Busch‘ (war es bei Schauspielerinnen bisher oft üblich für eine Rolle, die das Zeigen von Schamhaar erforderte eine Schamhaartoupet zu tragen!).

Viele Frauen betrachten mittlerweile das Diktat der Haarlosigkeit als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit – und das ist gut so.

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Abb. 18: Lady Gaga auf dem Titel von Candy, „the first transversal style magazine“, November 2013

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Abb. 19: Schaufensterpuppen bei American Apparel, 2013

Beitrag von Daniela Herzog

Abbildungen:
Abb. 1: http://austria-forum.org/af/AEIOU/Venus_von_Willendorf (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 2:  http://www.thefrisky.com/photos/10-important-moments-in-the-history-of-pubic-hair/pubic-egyptian/ (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 3: http://www.theguardian.com/commentisfree/2010/nov/22/silvio-berlusconi-penis-statue (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 4:
Abb. 5: http://www.gsr-roma.com/museo/htm/FILE%20MUSEO/DONNE%20MUSEO.htm (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 6: http://turba-delirantium.skyrocket.de/medizin/koerperbehaarung.htm (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 7: http://www.welt.de/kultur/article5197323/Was-Botticellis-Venus-und-Gisele-Buendchen-vereint.html (letzter Zugriff 14.06.2014).
Abb. 8: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/500-jahre-sixtinische-kapelle-haette-luther-ihn-doch-nur-verstanden-11944032.html (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 9: http://www.artefamoso.com/copias-cuadros-famosos-a/go06/ficha/Cuadro-de-La-maja-desnuda-de-Goya.html (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 10: http://www.musee-orsay.fr/de/kollektionen/werkbeschreibungen/suche.html?no_cache=1&zoom=1&tx_damzoom_pi1%5BshowUid%5D=4042 (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 11: http://www.musee-orsay.fr/en/collections/works-in-focus/search/commentaire/commentaire_id/the-origin-of-the-world-3122.html (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 12: http://www.thefrisky.com/photos/10-important-moments-in-the-history-of-pubic-hair/pubic-ad/ (letzter Zugriff: 14.06.2014)
Abb. 13: http://urbanaonline.wordpress.com (letzter Zugriff: 14.06.2014)
Abb. 14: http://www.christies.com/lotfinder/photographs/helmut-newton-sie-kommen-paris-1981-5054094-details.aspx (letzter Zugriff: 14.06.2014)
Abb. 15: http://jezebel.com/5520719/french-vogue-features-crystal-renn-and-her-pubic-hair (letzter Zugriff: 14.06.2014)
Abb. 16/17: http://www.theworldsbestever.com/2010/10/14/installation-view-jeff-koons-made-in-heaven-series-major-paintings/ (letzter Zugriff: 14.06.2014)
Abb. 18: http://jezebel.com/bush-league-lady-gagas-pubic-hair-graces-cover-of-can-1475754041 (letzter Zugriff: 14.06.2014).
Abb. 19: http://www.express.co.uk/life-style/style/470716/Pubic-hair-trends-2014-The-full-waxed-look-is-out-the-bush-is-back (letzter Zugriff: 14.06.2014).

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