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Alte Oper, Frankfurt

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Bereits seit einiger Zeit kommen Männer um einen Trend nicht mehr herum – der Bart hat längst wieder Einzug auf den Gesichtern der Herren gehalten.

Woher kommt das plötzliche Interesse am Barthaar?

War er doch lange Zeit als ,Öko‘ verschrien und vielen Jüngeren nur von Jugend-Fotos ihrer Eltern bekannt?

Die Antwort könnte in einer grundsätzlichen Gegenbewegung zur Metrosexualität der 1990er Jahre liegen.

Tendenziell ist Maskulinität wieder gefragt, Muskeln und ,Männlichkeit‘ wieder ,in‘.

Die Rückkehr der ,Maskulinität‘ zeigt sich auch in der aktuellen Männermode, wo rosé farbene Poloshirts schon länger nicht mehr angesagt sind.

Klassische Schnitte, Lederschuhe sind gefragt, auch wenn bei vielen Männern, wie in der ,Hipster‘-Bewegung, immer noch der Bart als ironisches Accessoire, mit einem Augenzwinkern, gesehen wird.

Plötzlich geht ,Mann‘ nicht mehr nur zum Friseur, ein Begriff, der immer noch häufig mit weiblichen Schönheitsritualen in Verbindung gebracht wird, sondern zum Barbier, am besten wöchentlich.

Denn im Vergleich zu den wild-wuchernden Bärten unserer Elterngeneration will der ,neue‘ Vollbart gepflegt sein – das ,Modell Waldschrat‘ ist passé.

Um dem Bart Glanz zu verleihen und die Haut darunter zu pflegen braucht es ein wohlriechendes Bartöl – Creme durchdringt ihn nicht, Bartöl aufgrund des hygroskopischen Effekts dagegen schon.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, nach Aussagen von stolzen Bartträgern reicht jedoch auch einfaches, feuchtigkeitsspendendes Jojobaöl.

Bartpflege ist wichtig – besteht er doch aus sog. „Grannenhaaren“, diese sind nicht so weich wie Kopfhaare, sondern, von der Struktur her wie Scham- und Achselhaare auch, eher borstig.

Fällt die Bartfrisur außergewöhnlicher aus, zum Beispiel nach dem Vorbild des bartbegeisterten deutschen Kaisers Wilhem II. benötigt sie die etwas festere ,Bartwichse‘.

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Kaiser Wilhelm II Quelle: http://www.dsm1918.de/zum-herunterladen.html (letzter Zugriff: 05.07.2014)

Wer unter all den Bartbegeisterten noch auffallen will, muss aber letztendlich doch zum (vorzugsweise) Rasiermesser greifen:

Auch der Schnauzbart feiert ein Comeback.

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Frankfurt am Main, Gallus

Beitrag von Daniela Herzog

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