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Beach Waves – Haare wie nach einem Tag am Strand

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Abb.1 Brigitte Bardot: ‚Out of bed‘-Frisur, 1960er Jahre

Für wildes, lässiges, gewollt zerzaustes Haar braucht man nicht unbedingt an das, von Hessen doch etwas weit entfernte, Meer zu fahren, mit ein paar simplen Handgriffen gelingt so ein Look auch weit ab davon. Dieser sogenannte ,undone‘-Look ist bereits seit den 1960er Jahren (damals vor allem geprägt durch Stars wie Brigitte Bardot) immer wieder modern (Abb. 1), wenn auch unter verschiedenen Namen. Meg Ryan war ein Testimonial des Looks in den 1990ern, unter Namen wie ,Out of Bed-Look‘, oder ,Boho Hair‘ kam er in den 2000ern wieder in Mode, ein Beispiel hierfür wäre der ,New Hippie‘-Look von Sienna Miller. Aufgabe des Looks ist vor allen Dingen Struktur ins Haar zu bringen, die Wellen sollten jedoch nicht aussehen wie bei den Stars der 1930er/40er Jahre, wo sorgsam ondulierte, glänzende Wellen den Glamour-Look des alten Hollywoods prägten. Die Struktur sollte ,ungemacht‘ aussehen, so als wäre bereits eine Nacht darauf geschlafen, oder wie in meinem Beispiel, ein Tag am Strand verbracht worden. Auch eine rauhe Oberflächenoptik, wie von Salzwasser verursacht, ist beabsichtigt und wir durch moderne Gelkonsistenzen erreicht, die mit dem ,Wet-Look‘ der 1980er Jahre nichts mehr gemein haben, sondern eine matte Struktur liefern. Brigitte Bardot erreichte die matte Haartextur durch die starke Aufhellung des Haares und die Toupage – die aufgerauhte Schuppenschicht des Haares reflextierte das Licht nicht mehr so gut und das Haar wirkte matt. Moderne Gele versuchen diesen Effekt zu imitieren, ohne die Haarstruktur dabei zu schädigen. Dies wird beispielsweise durch einen minimalen Anteil an Silikonen (eigentlich für den Haarglanz in Stylingprodukten verantwortlich) und mattierende Elemente erreicht. Der matte Wellenlook wirkt seit jeher verführerisch, was evtl. am sog. ,Out-of-Bed‘-Charakter („wie gerade aufgestanden“) liegen könnte oder einfach an der mit Natürlichkeit und Unkompliziertheit verbundenen Konnotation, die auf die Trägerin übertragen wird.

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Für unsere Variante des ,Undone‘-Looks kämmen wir das Haar nach dem Waschen mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig durch, um eine evtl. vorhandene natürliche Bewegung im Haar nicht glatt zu ziehen. Anschließend trocknen wir das Haar mit dem Fön an, bis es fast trocken ist. Nun besprüht man mit einem sog. Salzwasser-Haarspray, von denen mittlerweile etliche in allen Preislagen auf dem Markt sind, Längen und Spitzen des Haares. Dabei knetet man das Haar behutsam um die Wellenformung zu unterstützen. Anschließend unterteilt man die Haare je nach Dichte in ca. 3 – 5 gleich große Passés. Diese werden getwistet und in Dutt-Form festgesteckt. Eine Haarklammer hält die so entstandene Haarschnecke zusammen (man kann hierfür aber auch ein Haargummi benutzen) (Abb. 3). Als nächstes werden die Haare mit einem Haarnetz bedeckt, um ein ebenmäßigeres Ergebnis zu erreichen und fliegende Haare zu verhindern (Abb. 4). Nun wird das Haar mit einem Fön getrocknet. Um es nicht unnötig aufzuplustern und es nicht allzu zerzaust wirken zu lassen benutzt man am besten einen Diffusor, der die Luft gleichmäßig auf das Haar verteilt (Abb. 5).  Nachdem das Haar vollständig getrocknet ist, entfernt man die Haarclips und fährt vorsichtig mit den Fingern durch die Haare- um die Haarknoten zu entwirren, die Wellen jedoch nicht zu zerstören (Abb. 6). Für einen noch matteren Look kann man im nachhinein nochmals das Salzwasser-Haarspray aufsprühen.

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Abb.7

Beitrag von Dagmar Herzog

Abbildung:
Abb. 1: http://leluxemannequin.blogspot.de.
Fotos 2-7: Dagmar Herzog.

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